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UmwStG § 11 Wertansätze in der steuerlichen Schlussbilanz der übertragenden Körperschaft Bärwaldt Haritz/Menner/Bilitewski, UmwStG
5. Auflage 2019

§ 11 Wertansätze in der steuerlichen Schlussbilanz der übertragenden Körperschaft

(1)  1Bei einer Verschmelzung oder Vermögensübertragung (Vollübertragung) auf eine andere Körperschaft sind die übergehenden Wirtschaftsgüter, einschließlich nicht entgeltlich erworbener oder selbst geschaffener immaterieller Wirtschaftsgüter, in der steuerlichen Schlussbilanz der übertragenden Körperschaft mit dem gemeinen Wert anzusetzen. 2Für die Bewertung von Pensionsrückstellungen gilt § 6a des Einkommensteuergesetzes.

(2)  1Auf Antrag können die übergehenden Wirtschaftsgüter abweichend von Absatz 1 einheitlich mit dem Buchwert oder einem höheren Wert, höchstens jedoch mit dem Wert nach Absatz 1, angesetzt werden, soweit

  • 1.sichergestellt ist, dass sie später bei der übernehmenden Körperschaft der Besteuerung mit Körperschaftsteuer unterliegen und

  • 2.das Recht der Bundesrepublik Deutschland hinsichtlich der Besteuerung des Gewinns aus der Veräußerung der übertragenen Wirtschaftsgüter bei der übernehmenden Körperschaft nicht ausgeschlossen oder beschränkt wird und

  • 3.eine Gegenleistung nicht gewährt wird oder in Gesellschaftsrechten besteht.

2Anteile an der übernehmenden Körperschaft sind mindestens mit dem Buchwert, erhöht um Abschreibungen sowie um Abzüge nach § 6b des Einkommensteuergesetzes und ähnliche Abzüge, die in früheren Jahren steuerwirksam vorgenommen worden sind, höchstens mit dem gemeinen Wert, anzusetzen. 3Auf einen sich daraus ergebenden Gewinn findet § 8b Abs. 2 Satz 4 und 5 des Körperschaftsteuergesetzes Anwendung.

(3) § 3 Abs. 2 Satz 2 und Abs. 3 gilt entsprechend.

  • I. Übersicht zum Dritten Teil (§§ 11–13) (Rn. 1-17)

    • 1. Sachlicher Anwendungsbereich der §§ 11 bis 13 (Rn. 1-3)

    • 2. Persönlicher Anwendungsbereich der §§ 11 bis 13 (Rn. 4-10)

    • 3. Regelungsgehalt der §§ 11 bis 13 (Rn. 11, 12)

    • 4. Schlussbilanz der übertragenden Körperschaft (Rn. 13-17)

  • II. Besteuerung der übertragenden Körperschaft gem. § 11 I (Rn. 18-32)

    • 1. Grundsatz: Ansatz mit dem gemeinen Wert (Rn. 18-25)

    • 2. Übertragungsgewinn (Rn. 26-32)

  • III. Buch-/Zwischenwertansatz auf Antrag gem. § 11 II (Rn. 33-69)

    • 1. Keine Maßgeblichkeit (Rn. 34)

    • 2. Antrag (Rn. 35)

    • 3. Einheitliche Ausübung des Bewertungswahlrechts (Rn. 36, 37)

    • 4. Buchwertansatz (Rn. 38-64)

      • a) Sicherstellung der späteren Besteuerung der stillen Reserven (Nr. 1) (Rn. 39-46)

      • b) Kein Ausschluss und keine Beschränkung des deutschen Besteuerungsrechts (Nr. 2) (Rn. 47-51)

      • c) Keine Gegenleistung oder nur in Gesellschaftsrechten (Nr. 3) (Rn. 52-59)

        • aa) Keine Gegenleistung (§ 11 II 1 Nr. 3, 1. Alt.) (Rn. 52, 53)

        • bb) Gegenleistung (§ 11 II 1 Nr. 3, 2. Alt.) (Rn. 54-59)

      • d) Rechtsfolgen des Nichtvorliegens der Voraussetzungen des § 11 II 1 Nr. 1 bis 3 (Rn. 60-64)

    • 5. Beteiligungskorrekturgewinn bei down-stream merger (§ 11 II 2 und 3) (Rn. 65-69)

  • IV. Verweisung auf § 3 II 2 und III gem. § 11 III (Rn. 70, 71)

Zitiervorschläge:
Haritz/Menner/Bilitewski/Bärwaldt UmwStG § 11 Rn. 1-71
Haritz/Menner/Bilitewski/Bärwaldt, 5. Aufl. 2019, UmwStG § 11 Rn. 1-71